Unser Kleingarten-Gewissen: Verantwortung für Altjeßnitz und das Klima
Umwelt- und Klimaschutz beginnt nicht irgendwo, sondern in unserer eigenen Parzelle.
Jeder von uns hat die Verantwortung, den Kleingarten als wertvolles Stück Natur und kühlen Rückzugsort zu bewahren. Es ist eine Gewissensfrage, wie wir gärtnern:
Torffreiheit: Ist es uns wichtig, die Moore – die Lungen unserer Erde – zu schützen?
Wasser: Können wir angesichts trockener Sommer verantwortungsvoll mit der kostbaren Ressource umgehen?
Artenvielfalt: Wollen wir Igeln, Bienen und Vögeln ein Zuhause bieten, anstatt Schädlingen den Krieg zu erklären?
Im KGV Altjeßnitz entscheiden wir uns bewusst für nachhaltiges Gärtnern. Es geht nicht um Verbote, sondern um die Freude am Einklang mit der Natur.
Handeln Sie im Sinne Ihres grünen Gewissens – der Garten dankt es Ihnen, das Klima dankt es uns allen!
Wir gehen im Bereich Umwelt und Klimaschutz voran!
Mitteilung des Landesverband für Gartenfreunde - Sachsen-Anhalt e.V.
Landesverband der Gartenfreunde
Sachsen-Anhalt Gemeinnützige Organisation für das Kleingartenwesen | Anlage 4
Empfohlene Gehölze für Formhecken
Empfohlene Gehölzart Einschränkungen / Bemerkungen
Philadelphus coronarius keine Einschränkungen,
(Falscher Jasmin, Duftjasmin, Pfeifenstrauch) viele Sorten mit Blütenduft, frische verschiedene Sorten Triebe werden gern von Läusen
besucht
Spiraea nipponica (Japanischer Spierstrauch) keine Einschränkungen
Lonicera x xylosteoides (Heckenkirsche)
Sorte:„Clavey's Dwarf" leicht giftige rote Beeren
Ligustrum vulgare (Gewöhnlicher Liguster) leichte Giftigkeit in allen Pflanzenteilen - besonders
verschiedene Sorten in den Beeren
Symphoricarpus orbiculatus (Korallenbeere) keine Einschränkungen
Ilex aquifolium (Gewöhnliche Stechpalme) giftig in Blättern und Beeren
Sorte: Alaska immergrün
Buxus sempervirens (Gewöhnlicher Buchs) giftig, Gefährdung durch Buchsbaumzünsler und
starkwachsende Arten Buchsbaum-Triebsterben
Cotoneaster dielsianus keine Einschränkungen, hoher (Graue Felsenmispel) Zierwert durch Laubfärbung und
Fruchtbesatz, nicht anfällig für Feuerbrand!
Berberis julianae starke Dornen, immergrüne Pflanze, (Julianes Berberitze) eventuell anfällig für Getreide-
schwarzrost! Nicht in die Nähe von Ackerflächen!
Berberis thunbergii (Thunbergs Berberitze) Dornen, kein Zwischenwirt für verschiedene Sorten Getreideschwarzrost!
Forsythia x intermedia (Gartenforsythia,
Goldglöckchen) anfällig und dadurch Verbreitungsherd für Monilia laxa
(Monilia - Spitzendürre)
Chaenomeles speciosa (Chinesische Zierquitte) leicht anfällig für Feuerbrand, Wildobst
Cornus mas regelmäßiger Schnitt nötig, sonst zu (Kornelkirsche) starker Zuwachs, Verjüngungsschnitt möglich! Wildobst, Laubfärbung im Herbst
Morus alba & Morus nigra regelmäßiger Schnitt nötig, sonst zu starker Zuwachs, Verjüngungs-
(Weiße Maulbeere & Schwarze Maulbeere) schnitt möglich! Traditionelle Heckenpflanze, Naschobst
Carpinus betulus regelmäßiger Schnitt nötig, sonst (Hainbuche, Weißbuche) zu starker Zuwachs, Verjüngungs- schnitt möglich! Traditionelle Heckenpflanze, Winterlaub
Acer campestre (Feldahorn) regelmäßiger Schnitt nötig, sonst zu starker Zuwachs, Verjüngungs-
schnitt möglich! Traditionelle Heckenpflanze
Anlage 4 zur Rahmenkleirigartenordnung des LVGSA
Mitteilung Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.
Landesverband der Gartenfreunde
Sachsen-Anhalt Gemeinnützige Organisation für das Kleingartenwesen Anlage 3
Pflanz-und Grenzabstände Gehölze Pflanzabstand Grenzabstand
Kernobst & Steinobst Apfel, Birne, Pflanzabstand Grenzabstand
Quitte, Mispel, Aronia, Felsenbirne
u.a. Pfirsich, Aprikose, Pflaume,
Sauer- & Süßkirsche u.a.
Säulenbäume (Ballerina, Columnar, etc.) 0,50 m 2,00 m
Spindel- oder Buschbaum,Stammhöhe bis 0,60 m 3,00 m 2,00 m
Viertel-und Halbstämme, Stammhöhe bis 1,50 m 4,00 m 2,00 m
Beerenobst
Jochelbeere (Josta) 2,00 m 1,00 m
Johannisbeeren, Stachelbeeren, Maibeeren
(Büsche und Stämmchen) 1,25 m 1,00 m
Johannis- & Stachelbeeren
(1- bis 3-triebige Spindel am Spalier) 0,50 m 1,00 m
Himbeeren 0,40 m 1,00 m
Brombeeren 3,00 m 1,00 m
Heidelbeeren & Weinreben 1,00 m 1,00 m
Ziergehölze
einzelnstehend 3,00 m 2,00 m
in freier Hecke stehend 1,00 m 2,00 m
Formschnitthecken 0,20 - 0,50 m 2,00 m
Die Pflanzabstände stellen die fachlich empfohlenen Mindestabstände dar.
Gemessen wird von der Stammmitte des Gehölzes.
Anlage 3 zur Rahmenkleingartenordnung des LVGSA e.V.
Mitteilung Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.
| Landesverband der Gartenfreunde
Sachsen-Anhalt e.V. Gemeinnützige Organisation für das Kleingartenwesen | Anlage 2
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Verbotene Pflanzen
Zu stark wachsende Gehölze
Ein Kleingarten soll durch einen lockeren Gehölzbestand, vorwiegend aus Kultursorten von Kern- und Steinobstbäumen, geprägt sein. Die Gehölzanpflanzungen in der Parzelle müssen innerhalb der Kleingartenanlage den Blick in den Garten gewährleisten.
Des Weiteren dürfen die Gehölze nicht den Anbau niedrigwachsender Nutzpflanzen (Gemüse, Erdbeeren, einjährige Schnittblumen, Kräuter) beeinträchtigen. Es sind daher, neben einzelnen größeren Kern- oder Steinobstbäumen, in Art und Anzahl nur solche
Laubgehölzarten auszuwählen, die für kleine Gärten geeignet sind und die durch Schnitt- maßnahmen dauerhaft auf eine Höhe von 2,50 m begrenzt werden können. Das Kultivieren jeglicher Nadelbaumarten und sonstiger Koniferen ist nicht gestattet.
Alte, größere Bäume von Kern- und Steinobst sind nicht nur alte Nutzpflanzen-Sorten, sondern auch wertvolle Biotope, die durch gute Pflege so lange wie möglich zu erhalten sind.
Zu stark wachsende Pflanzen (außer Gehölze)
Auf Grund ihrer starken, nicht beherrschbaren Wuchskraft und ihres hohen Ausbreitungspotentials ist es auch nicht gestattet folgende Pflanzengattungen und -arten in der Kleingartenanlage zu kultivieren. Wildwuchs dieser Gattungen und Arten ist umgehend zu entfernen.
Bambusgewächse (Bambusoideae), Chinaschilf (Miscanthus), Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba), Staudenknöterich (Fallopia japonica, F. sachalinensis, F. x bohemica), Schlingknöterich (Fallopia baldschuanica), Kanadische- und Riesengoldrute (Solidago canadensis und gigantea)
Krankheitsübertragende Pflanzen
Feuerbrand
Der Feuerbrand ist eine der gefährlichsten Kernobstkrankheiten. Daher dürfen die hochanfälligen Wirtspflanzen dieser Krankheit,
welche keinen kleingärtnerischen Nutzen haben, nicht in Kleingartenanlagen kultiviert werden.
Verbotene Gattungen sind: Glanzmispel (Photinia), Zwergmispel (Cotoneaster), Weiß- und Rotdorn (Crataegus), Feuerdorn (Pyracantha). Ausnahmen bilden Feuerbrand nichtanfällige Arten und Sorten dieser Gattungen.
Birnengitterrost
Wacholder (Juniperus) ist Hauptwirt des Birnengitterrostes. Daher sind alle Wacholderarten der Gattung „Juniperus" in der ge-
samten Kleingartenanlage inklusive der Gemeinschaftsflächen verboten.
Johannisbeersäulenrost
Als Winterwirt sind 5-nadlige Kiefernarten der Überträger für den Johannisbeersäulenrost an Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere. Zum Beispiel: Weymuthskiefer (Pinus strobus), Westliche Weymuthskiefer (Pinus monticola) oder Tränenkiefer
(Pinus wallichiana). Sie dürfen deshalb auch nicht auf Gemeinschaftsflächen gepflanzt oder kultiviert werden.
Durch seine negative Wirkung auf die menschliche Gesundheit (Allergien, Asthma) ist es untersagt das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) in der KGA zu kultivieren. Vorhandene Exemplare sind umgehend zu entfernen.
Bepflanzung von Gemeinschaftsflächen
Die Bepflanzung der Gemeinschaftsflächen muss so erfolgen, dass die kleingärtnerische Nutzung der anliegenden Gärten durch
Schatten- und Wurzeldruck nicht beeinträchtigt wird. Das Pflanzen von Obst- und Wildobstgehölzen ist ausdrücklich erwünscht.
Invasive Neophyten
Invasive Neophyten sind eingeführte Pflanzen mit einem hohen Ausbreitungs- &Verdrängungspotential. Daher ist die Kultivier-
ung aller invasiven gebietsfremden Pflanzenarten der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 (Unionsliste) in der gesamten Kleingartenanlage verboten. Wildwuchs ist umgehend zu entfernen. Dies betrifft zur Zeit folgende Pflanzen:
Kategorie 1
Pflanzenarten, die bisher noch nicht in der Union vorkommen.
Weidenblatt-Akazie, Alligatorkraut, Blauständige Besensegge, Kreuzstrauch, Ballonwein, Rosa Pampasgrasköpfchen, Steppengras, Chilenischer Riesenrhabarber, Falscher Wasserfreund, Persischer Bärenklau, Sosnowsky Bärenklau, Chinesischer Buschklee, Japan-
ischer Kletterfarn, Japanisches Stelzengras, Karottenkraut, Afrikanisches Lampenputzergras, Durchwachsener Knöterich,
Mesquitebaum Kudzu, Chinesischer Talgbaum
Kategorie 2
Pflanzenarten, die bereits in der Union etabliert sind.
Lobeerkirche, Götterbaum, Riesenbärklau, Japanischer Hopfen, Drüsiges Springkraut, Flutendes Heusenkraut, Karolina-Haarnixe, Wasserhyazinthe, Schmalblättrige Wasserpest, Verschiedenblättriges Tausendblatt, Lästiger Schwimmfarn.
Kategorie 3
Pflanzenarten, die in der Union etabliert sind, in Sachsen-Anhalt jedoch noch sehr selten sind.
Gewöhnliche Seidenpflanze, Großblütiges Heusenkraut, Gelbe Scheinkalla, Große Wassernabel, Wechselblatt-Wasserpest, Brasilianisches Tausendblatt.
Anlage 2 zur Rahmenkleingartenordnung des LVGSA e.V.
Pflanzenarten, die in der Union etabliert sind, in Sachsen-Anhalt jedoch noch sehr selten sind.
Gewöhnliche Seidenpflanze
Gewöhnliche Seidenpflanze
Gewöhnliche Seidenpflanze
Gewöhnliche Seidenpflanze
Gewöhnliche Seidenpflanze
Großblütiges Heusenkraut
Großblütiges Heusenkraut
Großblütiges Heusenkraut
Großblütiges Heusenkraut
Gelbe Scheincalla
Gelbe Scheincalla
Großblütiges Heusenkraut
Großblütiges Heusenkraut
Wechselblatt-Wasserpest
Wechselblatt-Wasserpest
Brasilianische Tausendblattpflanze
Brasilianische Tausendblattpflanze
Der Altjeßnitzer Geldstrauch®
Nach jahrelanger, intensiver Forschungs- und Züchtungsarbeit ist es unserem Team erstmals gelungen, den einzigartigen Altjeßnitzer Geldstrauch® zu kultivieren. Diese seltene Pflanze zeichnet sich durch ihren außergewöhnlichen Wuchs und die bemerkenswerte Fähigkeit aus, Geldscheine direkt an ihren Zweigen auszubilden.
Der Altjeßnitzer Geldstrauch gedeiht ausschließlich unter streng geheimen Bedingungen und stellt eine botanische Sensation von internationalem Rang dar. Die Vermehrungsmethode sowie die Zuchtgrundlagen unterliegen einem besonderen Schutz.
Aus urheber- und zuchtrechtlichen Gründen erfolgt keine Abgabe an Dritte.
Besichtigungen sind nur nach vorheriger Anmeldung und in Begleitung eines zertifizierten Geldstrauchpflegers möglich.
Hinweis: Das Ernten der Geldscheine erfolgt auf eigene Verantwortung. Für plötzlichen Reichtum wird keine Haftung übernommen. 😄💶🌿
Der Altjeßnitzer Geldbaum®
Nach jahrzehntelanger Forschungs-, Kreuzungs- und Veredelungsarbeit ist es unserem Team erstmals gelungen, den einzigartigen Altjeßnitzer Geldbaum® zu züchten. Diese außergewöhnliche Baumart zeichnet sich durch ihre stattliche Größe, ihre prächtige Krone und die seltene Fähigkeit aus, vollwertige Geldscheine direkt an ihren Ästen und Zweigen auszubilden.
Der Altjeßnitzer Geldbaum gedeiht ausschließlich unter streng geheimen klimatischen und botanischen Bedingungen. Aufgrund seiner Seltenheit gilt er als eine der bedeutendsten Entdeckungen der modernen Geldbotanik und erfreut sich weltweit größter Aufmerksamkeit.
Die Zuchtverfahren, Pflegeanleitungen und Vermehrungsmethoden unterliegen strengem Schutz und werden in einem besonders gesicherten Archiv aufbewahrt. Versuche, den Geldbaum nachzuzüchten, sind bisher ausnahmslos gescheitert.
Aus urheber-, zucht- und vermögensschutzrechtlichen Gründen erfolgt keine Abgabe an Dritte.
Besichtigungen sind ausschließlich nach vorheriger Anmeldung und in Begleitung eines zertifizierten Geldbaumwarts gestattet.
Hinweis: Die Ernte der Geldscheine erfolgt auf eigene Verantwortung. Für plötzlichen Wohlstand, spontane Luxusanschaffungen oder unerwartete Steuerfragen wird keine Haftung übernommen. 😄🌳💶💰
"Wer einen Altjeßnitzer Geldbaum besitzt, braucht keinen Geldautomaten mehr – nur eine Leiter." 😉
Ein Hoch auf die „Copy-Paste-Gärtner“!
Wir im KGV „Am Waldrand“ e.V. Altjeßnitz haben ein Herz für alle, deren „Strg+C“- und „Strg+V“-Tasten schon glühen.
Ganz ehrlich: Wir freuen uns riesig, wenn unsere hart erarbeiteten Tipps zu Gemüsefreunden, Feinden und Kräuter-Bodyguards von Externen fleißig herunterkopiert werden. Für uns ist das der ultimative, digitale Ritterschlag! Es ist schließlich der unumstößliche Beweis dafür, dass unsere Webseite www.kgv-altjessnitz.de so verdammt gut ist, dass man woanders gar nicht erst selbst nachdenken möchte.
Wer also bei seiner eigenen Beetplanung glänzen will, ohne einen Finger krumm zu machen – bedient euch! Unsere Expertise ist scheinbar so ansteckend wie die Wühlmäuse im Frühjahr.
Sollte vor lauter Kopier-Eifer dennoch jemand den direkten Draht zum Original suchen, bitteschön: ist über unser Kontaktformular möglich.
Heute für Vorbereitung Gartensaison 2026
Wie ist eure Bodenbeschaffenheit? Nährstoffe genug?
Hier eine Tabelle bzgl. Bodenwerte und Nährstoffe:
Nährstoffbedarf gängiger Gemüsesorten (pro m²)
Gemüseart Stickstoff (N) Phosphat (P) Kalium (K) Typ Blumenkohl 25g 10g 35g Starkzehrer
Brokkoli 22g 9g 40g Starkzehrer
Buschbohnen 11g 3g 16g Mittelzehrer
Erbsen 0g 3g 10g Schwachzehrer
Erdbeeren 8g 4g 12g Mittelzehrer
Feldsalat 8g 2g 12g Schwachzehrer
Gurken 19g 11g 40g Starkzehrer
Kartoffeln 23g 9g 38g Starkzehrer
Knoblauch 8g 3g 10g Schwachzehrer
Kohlrabi 23g 8g 30g Starkzehrer
Kürbis 23g 12g 47g Starkzehrer
Möhren 13g 7g 40g Mittelzehrer
Paprika 17g 3g 40g Starkzehrer
Radieschen 9g 4g 20g Schwachzehrer
Rote Bete 16g 7g 36g Mittelzehrer
Salate (Kopf) 15g 6g 30g Mittelzehrer
Spinat 17g 5g 32g Mittelzehrer
Tomaten 20g 6g 40g Starkzehrer
Zucchini 20g 7g 32g Starkzehrer
Zwiebeln 13g 5g 16g Mittelzehrer
1.Stickstoff (N) sollte immer in 2-3 Gaben aufgeteilt werden (beim Pflanzen und während des Wachstums), da er im Boden (besonders bei sandigem Untergrund) leicht ausgewaschen wird.
2. Schwachzehrer wie Erbsen oder Bohnen benötigen oft gar keinen Stickstoffdünger, da sie diesen mit Hilfe von Knöllchenbakterien selbst aus der Luft binden.
3. Umrechnung: Wenn auf Ihrem Düngersack z.B. „10% Stickstoff“ steht, bedeutet das, dass 100g Dünger genau 10g Stickstoff enthalten. Um also 20g Stickstoff für Tomaten auszubringen, bräuchten Sie 200g dieses Düngers pro m²
Nährstoffgehalte organischer Dünger (Richtwerte)
Düngerart Stickstoff (N) Phosphat (P) Kalium (K) Besonderheit
Hornmehl / -späne 14 % 1 % 0,5 % Reiner Stickstoffdünger (schnell/ langsam)
Rinderdung (pellet 2 % 2 % 2 % Sehr ausgewogener Universaldünger
Pferdemist (komp.) 0,6 % 0,3 % 0,6 % Verbessert die Bodenstruktur extrem
Hühnermist (trocken) 3 % 2,5 % 1,5 % Sehr kraftvoll, vorsichtig dosieren
Kompost (fertig) 0,5 % 0,3 % 0,5 % Eher Bodenverbesserer als Starkdünger
Brennnesseljauche 0,1 % sehr gering 0,1 % Flüssiger „Energieschub“ (1:10) zwischendurch
Schafwollpellets 10 - 12 % 0,1 % 4 - 6 % Super Wasserspeicher für sandige Böden.
So rechnen Sie für Ihren Garten (Beispiel Tomaten)
Wenn Ihre Tomaten 20g Stickstoff (N) pro benötigen und Sie Hornmehl verwenden (14 % Stickstoff):
- Die Formel lautet: (Bedarf 100) / Prozentsatz des Düngers
- Rechnung: Hornmehl pro m².
1. Zeitpunkt: Da organische Dünger (außer Jauche) erst von Bodenlebewesen zersetzt werden müssen, sollten sie etwa 2 Wochen vor der Pflanzung leicht in die Erde eingearbeitet werden.
2. Bodenleben: Organischer Dünger „füttert“ Ihre Regenwürmer. Ein gesunder Boden in Altjeßnitz hält Wasser viel besser, was gerade in trockenen Sommern Gold wert ist.
3. Kompost ist die Basis: Decken Sie den Grundbedarf mit 2-3 Litern Kompost pro ab und nutzen Sie Hornmehl oder Pellets nur als „Zusatzfutter“ für Starkzehrer.
Es werden für 5 m² benötigt (Biologischer Anbau)
Düngemittel Menge für 5 m² Anwendung
Kompost ca. 15 /20 Liter Als Basis vor der Saat/Pflanzung flach einharken
Hornmehl ca. 500g Für den Stickstoff-Schub bei Starkzehrern
Rinderdung (Pellets) ca. 1 kg Als Langzeitdünger für die Bodenstruktur
Gesteinsmehl ca. 500g Zur Versorgung mit Spurenelementen und Mineralien
Wir arbeiten stets an verschiedenen Projekten – meistens, um für unsere Kleingärtner das Beste zu erreichen.
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Wir mögen uns und wir mögen uns nicht!
Hier ist eine ausführliche Aufzählung der gängigsten Gemüsesorten und ihrer Verträglichkeit. In der Mischkultur ist das Ziel, Pflanzen so zu kombinieren, dass sie unterschiedliche Nährstoffe nutzen und Schädlinge des Nachbarn verwirren.
Die große Mischkultur-Tabelle
Gemüse Gute Nachbarn Schlechte Nachbarn
Auberginen Bohnen, Paprika, Salat Tomaten, Kartoffeln
Blumenkohl Sellerie, Erbsen, Bohnen Zwiebeln, Knoblauch
Bohnen (Busch-) Erdbeeren, Gurken, Kohl, Rote Bete Zwiebeln, Knoblauch, Lauch
Bohnen (Stangen-) Gurken, Salat, Sellerie Zwiebeln, Knoblauch, Erbsen
Brokkoli Sellerie, Rote Bete, Zwiebeln Erdbeeren, Tomaten
Erbsen Karotten, Gurken, Kohlrabi, Radieschen Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Bohnen
Erdbeeren Knoblauch, Zwiebeln, Salat, Borretsch Kohlarten
Fenchel Endivien, Feldsalat, Gurken Tomaten, Bohnen, Kümmel
Gurken Dill, Erbsen, Bohnen, Mais, Rote Bete Tomaten, Kartoffeln, Radieschen
Karotten Zwiebeln, Lauch, Erbsen, Tomaten, Dill Rote Bete, Pastinaken
Kartoffeln Dicke Bohnen, Kohlrabi, Mais, Spinat Tomaten, Kürbis, Zwiebeln, Gurken
Knoblauch Erdbeeren, Gurken, Himbeeren, Tomaten Erbsen, Bohnen, Kohl
Kohl (allg.) Sellerie, Erbsen, Tomaten, Spinat Zwiebeln, Knoblauch,
Kartoffeln
Kohlrabi Erbsen, Kartoffeln, Salat, Tomaten Keine (sehr verträglich)
Kürbis Mais, Stangenbohnen, Zwiebeln Kartoffeln, Gurken
Lauch (Porree) Karotten, Erdbeeren, Sellerie Bohnen, Erbsen, Rote Bete
Mais Bohnen, Gurken, Kartoffeln, Kürbis Sellerie, Rote Bete
Paprika Tomaten, Auberginen, Karotten Erbsen, Fenchel
Radieschen Bohnen, Erbsen, Karotten, Salat Gurken, Kohl
Rote Bete Zwiebeln, Bohnen, Gurken, Salat Karotten, Lauch, Spinat
Salat Erdbeeren, Karotten, Radieschen, Zwiebeln Sellerie, Petersilie
Sellerie Kohl, Lauch, Tomaten, Buschbohnen Salat, Mais, Kartoffeln
Spinat Erdbeeren, Kartoffeln, Tomaten, Kohl Rote Bete, Mangold
Tomaten Basilikum, Karotten, Knoblauch, Zwiebeln Erbsen, Fenchel, Kartoffeln, Gurken
Zucchini Stangenbohnen, Zwiebeln, Mais Gurken
Zwiebeln Karotten, Erdbeeren, Rote Bete, Salat Bohnen, Erbsen, Kohl
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Drei goldene Regeln für Ihren Garten am Waldrand
- Gleiche Familien meiden: Pflanzen aus derselben Familie (z. B. Nachtschattengewächse wie Tomaten, Kartoffeln, Paprika und Auberginen) sollten weder nebeneinander noch nacheinander auf derselben Fläche stehen, da sie ähnliche Krankheiten (wie die Kraut- und Braunfäule) anziehen.
- Wurzelformen kombinieren: Flachwurzler (z. B. Salat) vertragen sich gut mit Tiefwurzlern (z. B. Karotten), da sie sich in verschiedenen Bodenschichten nach Wasser und Nährstoffen umsehen.
Duftbarrieren nutzen: Stark riechende Pflanzen wie Zwiebeln, Knoblauch oder Kräuter (Dill, Basilikum) verwirren die Orientierung von Schädlingen, die ihre Wirtspflanze sonst am Geruch erkennen würden.
Kräuter als natürliche Helfer im Gemüsebeet
Kraut Passendes Gemüse (Nutzen) Wirkung
Basilikum Tomaten, Gurken, Zucchini Hält Mehltau und die Weiße Fliege fern.
Bohnenkraut Bohnen (Busch-Stangen) Schützt effektiv vor der schwarzen Bohnenlaus.
Borretsch Erdbeeren, Gurken, Kohl Fördert die Befruchtung durch Bienen; stärkt Nachbarn.
Dill Karotten, Gurken, Salat Verbessert die Keimfähigkeit und vertreibt Schädlinge.
Knoblauch Erdbeeren, Tomaten, Rosen Schützt vor Pilzkrankheiten, Milben und Wühlmäusen.
Lavendel Rosen, Kohl Vertreibt Ameisen und Blattläuse.
Minze Kohlarten, Tomaten Hält den Kohlweißling und Erdflöhe auf Distanz.
Petersilie Tomaten, Radieschen, Fördert das Wachstum (nicht neben Zwiebeln Salat pflanzen!).
Rosmarin Kohl, Karotten, Bohnen Hält die Möhrenfliege und Kohlweißling fern.
Salbei Kohl, Karotten Schützt vor Schnecken und dem Kohlweißling.
Schnittlauch Erdbeeren, Karotten, Hilft gegen Mehltau und Rostpilze.
Tomaten
Tagetes Kartoffeln, Tomaten, Rosen Bekämpft Nematoden (Wurzelälchen) im Boden.
Wichtige Tipps zur Platzierung
- Vorsicht bei Wucherung: Kräuter wie Minze oder Zitronenmelisse breiten sich sehr stark über Wurzelausläufer aus. Pflanzen Sie diese im Zweifel lieber in einem Topf, den Sie in die Erde eingraben, damit sie das Gemüse nicht verdrängen.
- Wermut und Liebstöckel: Diese beiden Kräuter sind „Einzelgänger“. Sie sondern Stoffe über die Wurzeln ab, die das Wachstum fast aller anderen Gemüsesorten hemmen. Pflanzen Sie diese am besten an den Rand oder in eine separate Ecke.
- Blüten stehen lassen: Lassen Sie Kräuter ruhig blühen. Die Blüten von Dill, Borretsch oder Salbei sind wichtige Nahrungsquellen für Schwebfliegen und Schlupfwespen, die wiederum Blattläuse fressen.
räuter, Stauden und Gehölze durch Stecklinge oder Absenker vermehren
Vermehren Sie Ihre Lieblingspflanzen jetzt durch Stecklinge. Alle Nachkommen haben dann die gleichen Eigenschaften. Das funktioniert mit Stauden, Kräutern, Sträuchern oder Gehölzen. Die Triebe sind jetzt stark genug, aber noch nicht verholzt. Achten Sie darauf, den Steckling von einer gesunden Pflanze zu gewinnen. Wählen Sie einen gesunden, kräftigen Trieb aus und verwenden Sie ein scharfes Messer. So funktioniert's:
- Schneiden Sie eine etwa fünf Zentimeter lange Triebspitze unterhalb einer Blattachse ab.
- Entfernen Sie die unteren Blätter.
- Stecken Sie den Steckling in Anzuchterde und sorgen Sie dafür, dass der Boden immer leicht feucht ist und die Pflanze nicht austrocknet.
- Bei großblättrigen Pflanzen empfiehlt es sich, die Blätter zu halbieren, um der Verdunstung vorzubeugen.
- Eine Haube aus Folie unterstützt das Wachstum.
- Nach vier bis sechs Wochen haben sich die ersten Wurzeln gebildet und der Steckling kann ausgepflanzt werden.
Kraftbrühe aus Brennnesseln und Schachtelhalm
Viele Gewächse sind - richtig zubereitet - echte Pflanzenstärkungsmittel. Brennnessel, Beinwell, Achterschachtelhalm, Baldrian, Giersch und Holunder eignen sich für die Herstellung spezieller Stärkungsmittel. Aus den Pflanzen werden Jauchen, Tees und Kaltwasserauszüge zubereitet. Diese enthalten wertvolle Nährstoffe und sind hervorragender Dünger. Wunder darf man allerdings nicht erwarten, gegen Schädlinge wirken sie nur schwach. Füllen Sie einen Eimer mit Pflanzenmaterial und gießen Sie Regenwasser auf die Blätter, bis alles gut bedeckt ist. Dazu kommen zwei kleine Gartenschaufeln Gesteinsmehr. Decken Sie das Gefäß ab und lassen sie den Sud etwa 14 Tage ziehen. Ist die Jauche fertig, muss sie vor dem Gießen noch verdünnt werden. (1:10 oder 1:5) Pflanzenjauche sollte nicht auf die Blätter kommen, sondern direkt an die Wurzeln der Pflanzen gegossen werden.
1. Ammen-Dornfinger (Cheiracanthium punctorium)
Wichtiger Hinweis: In Deutschland gibt es keine heimische Spinne, deren Biss für gesunde Erwachsene normalerweise lebensgefährlich ist. Einige Arten können jedoch schmerzhafte Bisse verursachen und die Haut durchdringen.
Spinnenbisse bei Kindern und Säuglingen – Kurzinfo
Spinnenbisse können bei Kindern und Säuglingen stärker reagieren als bei Erwachsenen.
Mögliche Anzeichen:
- Kleine Einstichstelle(n)
- Rötung und Schwellung
- Juckreiz oder Schmerzen
- Unruhe oder vermehrtes Weinen bei Säuglingen
Bei stärkeren Bissen (z. B. Ammen-Dornfinger):
- Deutliche Schmerzen
- Größere Schwellung und Rötung
- Selten Fieber, Übelkeit oder Kreislaufbeschwerden
Arzt aufsuchen, wenn:
- Das Kind ein Säugling ist
- Die Schwellung schnell zunimmt
- Fieber oder Atembeschwerden auftreten
- Das Kind ungewöhnlich müde oder apathisch wirkt
Hinweis: Viele vermeintliche Spinnenbisse sind tatsächlich Insektenstiche oder andere Hautreaktionen. Eine sichere Bestimmung ist oft nur möglich, wenn die Spinne beobachtet wurde.
Gefährdung
Der Ammen-Dornfinger gilt als die giftigste heimische Spinne Deutschlands. Sein Biss wird oft mit einem Wespenstich verglichen und kann starke lokale Schmerzen, Schwellungen und gelegentlich grippeähnliche Symptome verursachen.
Erkennungsmerkmale
- Körperlänge: bis ca. 15 mm
- Gelblich-grüne Färbung
- Orange bis rotbraune Mundwerkzeuge
- Baut auffällige Gespinste in hohem Gras
Verbreitung in Deutschland
Besonders häufig in:
- Sachsen-Anhalt
- Brandenburg
- Sachsen
- Thüringen
- Mecklenburg-Vorpommern
- Baden-Württemberg
- Rheinland-Pfalz
Vor allem auf trockenen Wiesen, Brachen und warmen Grasflächen.
Verwechslungsgefahr
Unterschied:
- Ammen-Dornfinger deutlich kräftiger
- Rötliche Kieferklauen
- Größer als die meisten ähnlichen Arten
.
2. Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana)
Wichtiger Hinweis: In Deutschland gibt es keine heimische Spinne, deren Biss für gesunde Erwachsene normalerweise lebensgefährlich ist. Einige Arten können jedoch schmerzhafte Bisse verursachen und die Haut durchdringen
Gefährdung
Die Nosferatu-Spinne kann die menschliche Haut durchdringen. Ihr Biss verursacht meist Schmerzen ähnlich einem Bienen- oder Wespenstich, gilt aber normalerweise nicht als gefährlich.
Erkennungsmerkmale
- Körper bis 20 mm
- Beinspannweite bis etwa 5 cm
- Markante dunkle Zeichnung auf dem Vorderkörper
- Jagdspinne ohne Fangnetz
Verbreitung in Deutschland
Mittlerweile nahezu bundesweit verbreitet. Besonders häufig:
- Baden-Württemberg
- Rheinland-Pfalz
- Hessen
- Nordrhein-Westfalen
Zunehmend auch im Norden Deutschlands.
Verwechslungsgefahr
Große Hauswinkelspinne (harmlos)
Unterschied:
- Hauswinkelspinne wirkt schlanker
- Keine typische „Nosferatu-Zeichnung“
- Längere Beine im Verhältnis zum Körper
3. Wasserspinne (Argyroneta aquatica)
Wichtiger Hinweis: In Deutschland gibt es keine heimische Spinne, deren Biss für gesunde Erwachsene normalerweise lebensgefährlich ist. Einige Arten können jedoch schmerzhafte Bisse verursachen und die Haut durchdringen
Gefährdung
Die Wasserspinne kann beißen und die Haut durchdringen. Bisse sind jedoch äußerst selten, da die Tiere unter Wasser leben.
Erkennungsmerkmale
- Lebt ausschließlich im Wasser
- Baut Luftglocken unter Wasser
- Dunkelbraune Färbung
Verbreitung
- Seen
- Teiche
- Moore
- Langsam fließende Gewässer
In vielen Teilen Deutschlands nachweisbar.
Verwechslungsgefahr
Kaum vorhanden, da keine andere deutsche Spinne dauerhaft unter Wasser lebt.
4. Kreuzspinnen (Araneus-Arten)
Wichtiger Hinweis: In Deutschland gibt es keine heimische Spinne, deren Biss für gesunde Erwachsene normalerweise lebensgefährlich ist. Einige Arten können jedoch schmerzhafte Bisse verursachen und die Haut durchdringen
Gefährdung
Einige große Kreuzspinnen können theoretisch die menschliche Haut durchdringen. Bisse sind selten und meist harmlos.
Erkennungsmerkmale
- Typisches weißes Kreuz auf dem Hinterleib
- Große Radnetze
- Braun-gelbe Färbung
Verbreitung
In ganz Deutschland häufig.
Verwechslungsgefahr
Keine nennenswerte Verwechslungsgefahr mit gefährlicheren Arten.
Verbreitungskarte Deutschland (vereinfachte Übersicht)
🟩 = häufig 🟨 = nein aber möglich ⬜ = bislang keine oder nur sehr wenige Nachweise bekannt
Bundesland Ammen-Dornfinger Nosferatu-Spinne
Sachsen-Anhalt 🟩 🟨
Brandenburg 🟩 🟨
Sachsen 🟩 🟨
Thüringen 🟩 🟨
Baden-Württemberg 🟨 🟩
Rheinland-Pfalz 🟨 🟩
Hessen 🟨 🟩
Nordrhein-Westfalen 🟨 🟩
Bayern 🟨 🟩
Schleswig-Holstein ⬜ 🟨
Mecklenburg-Vorpommern 🟨 🟨
Was tun bei einem Spinnenbiss?
- Ruhe bewahren.
- Bissstelle kühlen.
- Nicht kratzen.
- Bei starken Schmerzen, allergischen Reaktionen oder Infektionszeichen ärztliche Hilfe aufsuchen.
- Wenn möglich, die Spinne fotografieren.
Fazit
Für Menschen sind in Deutschland vor allem zwei Arten relevant:
- Ammen-Dornfinger – stärkstes heimisches Spinnengift.
- Nosferatu-Spinne – inzwischen fast überall in Deutschland anzutreffen.
Beide Arten können schmerzhaft beißen, stellen für gesunde Menschen jedoch normalerweise keine ernsthafte Gefahr dar.
Der Weg zu uns in die Kleingartenanlage
Für Rettungsdienste
Diese Daten führen zu unserem Haupteingang Gartenanlage, in Grad, Minuten, Sekunden (DMS)
51∘41′50.41′′N
Grad / Minuten / Sekunden / Richtung
12∘19′17.34′′O
Grad / Minuten / Sekunden / Richtung
Für nachfolgenden Beitrag:
Giftige Schönheiten mit Bildern: Für wen und was ist es giftig?
Vorweg: wurden giftige blaue Beeren verzehrt, sollte der Betroffene ruhig bleiben und nicht erbrechen. Schon bei beginnender Übelkeit Kontaktieren Sie sofort den Notarzt - über die 112, bzw. auch die Giftnotrufzentrale, einen Arzt oder ein Krankenhaus in Ihrer Region. Falls möglich, nehmen Sie Beeren und Pflanzenteile zur Identifikation der Pflanze mit, was Erste Hilfe-Maßnahmen erleichtert.
Auf keinen Fall mehr selbst Autofahren.
Bei Lebensgefahr rufen Sie sofort den Notarzt (112)!
Goitzsche Klinikum: 03493 31 - 0
Giftnotruf der Länder Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, und Thüringen in Erfurt
Telefon: 0361 730730
Im Falle einer Vergiftung machen Sie beim Giftnotruf bitte folgende Angaben:
- Wer hat sich vergiftet?
Alter, Körpergewicht, Geschlecht, Telefon - Womit vergiftete sich die betroffene Person?
Arzneimittel, Haushaltsprodukt, Chemikalie, Pflanze, Tier, Lebensmittel - Wie viel wurde aufgenommen?
Möglichst genaue Mengenangabe über Anzahl der Tabletten, Menge der Flüssigkeit usw. - Wann kam es zur Vergiftung?
Die Zeitangabe sollte so genau wie möglich sein! - Weshalb kam es zur Vergiftung?
Selbstmordtötungsabsicht, Sucht, versehentliche Einnahme usw. - Welche Vergiftungserscheinungen treten auf?
Übelkeit, Erbrechen, Husten, Benommenheit, Bewusstlosigkeit, Krämpfe, Atemnot usw.
Was wurde bereits unternommen?
Bei Lebensgefahr rufen Sie sofort den Notarzt (112)!
Legt euch eine Notiz mit den wichtigste Rufnummern zu und platziert diese gut sichtbar.
Giftige Schönheiten- nicht nur für den Menschen, nein auch für Hunde
Duftende Weißwurz (Polygonatum odoratum)
Die Duftende Weißwurz ist ebenfalls unter dem Namen Echtes Salomonssiegel bekannt. Sie gehört zur Gattung des Weißwurz (Polygonatum), die im eurasischen Teil der Holarktis heimisch ist. Sie ist erkennbar an den geknickten, weißen Blüten, die zu bereiften, blauschwarzen Beeren reifen. Die leicht giftigen Beeren verursachen nach dem Verzehr Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
- Vorkommen: Mischwälder (Eichen und Kiefern), Staudensäume, unter Sträuchern
- Fruchtreife: August bis September
- Wuchshöhe: 15 bis 100 cm
- Wuchs: krautig, hängend
Einbeere (Paris quadrifolia)
Die Einbeere ist in ganz Europa heimisch und an ihrem charakteristischen Wuchs mit einer Blüte pro Pflanze zu erkennen. Die für Menschen und Hunde giftigen Beeren sind in einem dunklen schwarzblau gehalten und erinnern von der Form her an pralle Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus). Symptome nach dem Verzehr umfassen neben Brechreiz und Schwindel starke Miosis bis zur Atemlähmung.
- Vorkommen: Waldgebiete (Eichen, Buchen), Auwälder, Nadelmischwälder
- Fruchtreife: Juli bis Mitte September
- Wuchshöhe: bis 30 cm
- Wuchs: krautig, aufrecht
Gemeiner Efeu (Hedera helix)
Zu den bekanntesten Giftpflanzen im deutschsprachigen Raum gehört der Efeu, dessen grün- bis blauschwarze Beeren für Menschen, Haustiere und Pferde toxisch sind. Die Beeren sind eng zusammen und an ihren Diskusresten erkennbar. Symptome folgen bereits nach dem Verzehr von bis zu drei Früchten und reichen von Durchfall über Krämpfen bis hin zum Tod durch Schock.
- Vorkommen: Waldgebiete, Auwälder, verlassene Gebäudestrukturen, Steinbrüche
- Fruchtreife: Mitte Januar bis April
- Wuchshöhe: bis 30 m
- Wuchs: kriechend, kletternd, mit Baumart im Alter
Gemeiner Wacholder (Juniperus communis)
Der Gemeine Wacholder ist eine beliebte Nutzpflanze, die im gesamten deutschsprachigen Raum zu finden ist. Vor allem die schwach giftigen Beeren, die je nach Reife eine grüne bis dunkelviolette oder bläuliche Farbe annehmen, sollten nicht im Übermaß roh verzehrt werden. Sie können diese aber sammeln und trocknen, um sie in der Küche zu verwenden.
- Vorkommen: Magerweiden, Moore, Sand- und Steingebiete, lichte Waldgebiete
- Fruchtreife: Ende August bis November
- Wuchshöhe: bis 18 m
- Wuchs: aufrecht, dicht
Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis)
Schwarzblau sind die Beeren der Felsenmispel, die primär in den Gebirgen des deutschsprachigen Raums heimisch ist. Die Giftigkeit für Mensch und Tier bei der Felsenbirne basiert primär auf cyanogenen Glykosiden in den Kernen. Übelkeit und Magenbeschwerden können beim Verzehr unreifer Beeren auftreten.
- Vorkommen: Hänge, Steillagen, lichte Waldgebiete (Eichen, Kiefern), Halbtrockenwiesen
- Fruchtreife: ab Juniende
- Wuchshöhe: 100 bis 400 cm
- Wuchs: dicht, reicht verzweigt
Giftige Schönheiten
Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare)
Der Liguster ist bei vielen als heimische Hecke beliebt, doch sollten Sie auf die blau- bis tiefschwarzen Beeren aufpassen. Verschiedene Alkaloide und Glykoside in den Früchten können nach übermäßigen Verzehr zu Symptomen wie Übelkeit oder starkem Durchfall führen. Neben der Farbe sind die Beeren gut an ihrer kugeligen Form erkennbar.
- Vorkommen: bevorzugt Lehm- oder Tonböden
- Fruchtreife: ab September
- Wuchshöhe: 150 bis 450 cm
- Wuchs: dicht, reich verzweigt
Kultur-Pflaume (Prunus domestica)
Die Kultur-Pflaume bildet sortenabhängig blaue Früchte aus, diese zählen aufgrund des enthaltenen Kerns zu den giftigen Gewächsen. Der Kern enthält große Mengen Blausäure und muss vor dem Verzehr entfernt werden. Zudem sollten Hunde und Katzen nicht zu viele Pflaumen essen, da die Schale stark verdauungsfördern wirkt und Magenbeschwerden verursachen kann.
- Vorkommen: bevorzugt windgeschützte Standorte
- Fruchtreife: Juli bis Oktober
- Wuchshöhe: 400 bis 800 cm
- Wuchs: aufrecht, opulente Kronen
Sadebaum (Juniperus sabina)
Im Vergleich zum Wacholder müssen Sie beim Sadebaum unbedingt darauf aufpassen, nicht die hochgiftigen Beeren zu verzehren. Schon geringe Mengen des Sadebaumöls können von Reizungen der Magenschleimhaut bis zum Tod führen. Erkennbar sind die beerenförmigen Zapfen an ihrem schwarzblauen Farbton und der Bereifung.
- Vorkommen: Gebirge
- Fruchtreife: September bis November
- Wuchshöhe: 100 bis 500 cm
- Wuchs: dicht, kriechend bis aufrecht
Schlehdorn (Prunus spinosa)
Die Schlehe ist wie die Pflaume ein heimisches Gewächs, dessen Fruchtfleisch essbar, der Kern aber aufgrund der enthaltenen Blausäure giftig ist. Zudem sind sie ebenfalls nur in kleinen Mengen für Haustiere geeignet.
- Vorkommen: Waldränder, Weinberge
- Fruchtreife: November bis Dezember
- Wuchshöhe: bis 300 cm
- Wuchs: dicht, mehrstämmig
Schwarze Heckenkirsche (Lonicera nigra)
Schwarze Früchte mit deutlich erkennbarer blauer Bereifung machen bei diesem heimischen Gewächs auf sich aufmerksam. Sie verursachen aufgrund enthaltener Alkaloide und Bitterstoffe (Xylostein) bei Verzehr Symptome wie Übelkeit, Schwitzen oder Durchfall.
- Vorkommen: Gebirge
- Fruchtreife: Juli bis Ende August
- Wuchshöhe: bis 200 cm
- Wuchs: aufrecht
Tollkirsche (Atropa belladonna)
Die Tollkirsche gehört zu den bekanntesten Giftpflanzen im deutschsprachigen Raum und ist an ihren blau- bis tiefschwarzen Beeren erkennbar. Bereits drei Beeren bei Kindern und zehn bei Erwachsenen können zum Tod führen. Selbst Vögel leiden unter der Giftwirkung des Waldnachtschattens.
- Vorkommen: Waldlichtungen, brache Böden, Waldränder
- Fruchtreife: August bis Mitte Oktober
- Wuchshöhe: 50 bis 150 cm
- Wuchs: krautig mit Speicherorgan
Vielblütige Weißwurz (Polygonatum multiflorum)
Die Vielblütige Weißwurz ist ähnlich zur Duftenden Weißwurz in Wuchs und Giftigkeit. Die Beeren reichen von dunkelblau bis tiefschwarz in der Farbe und führen zu Magenbeschwerden, Übelkeit und Kopfschmerzen. Aufgrund ihrer Form können vor allem Kinder sie mit Heidelbeeren verwechseln.
- Vorkommen: Mischwälder (Nadelbäume, Eichen, Buchen)
- Fruchtreife: August bis Mitte September
- Wuchshöhe: 30 bis 100 cm
- Wuchs: krautig, ausdauern, überhängend
Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)
Die Weinrebe ist für den Menschen nicht giftig, doch für Haustiere umso mehr. Vor allem Hunde erleiden aufgrund der enthaltenen Weinsteinsäure schwere Symptome, die von Lethargie über Blut im Urin bis hin zum Tod durch Nierenversagen reichen. Bei dieser Art handelt es sich um die kultivierte Unterart von Vitis vinifera, die ebenfalls verwildert vorkommen kann.
- Vorkommen: Hügelgebiete, Auwälder
- Fruchtreife: August bis Mitte November
- Wuchshöhe: bis 20 m
- Wuchs: kletternd
Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)
Bis auf den Nordwesten Deutschlands ist der Wollige Schneeball im gesamten deutschsprachigen Raum heimisch. Der dekorative Strauch bildet rote, eiförmige Früchte aus, die am Ende blau- bis tiefschwarz bis in den Winter am Gewächs verbleiben. Erbrechen und Übelkeit werden durch die enthaltenen Triterpene verursacht.
- Vorkommen: Wegränder, Strauchansammlungen, Föhrenwälder, Eichenmischwälder
- Fruchtreife: ab Septemberanfang
- Wuchshöhe: 100 bis 400 cm
- Wuchs: dicht, aufrecht
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